15.06.2010
Was ich noch hasse -
die Leute, die den Bau von Wasserkraftwerken stoppen wollen. Dreischluchtendamm, Sichuan. Ilisu, Türkei. Das sind die Bobobeidln, die zu Hause in stylishen Verhältnissen leben und auf Urlaub dann ihr mitgebrachtes DATUM in einer zurückgebliebenen, "romantischen", stromlosen Umgebung fotografieren wollen.
09.06.2010
Antwort »Zwirbler« / Mail an APA-Redaktion
Guten Tag!
Ich weise darauf hin, dass i c h im Herbst 2009 einen "Facebook-Roman" auf dem Profil des "Severin Werther" veröffentlicht habe. Es ist ein Leiden-des-jungen-Werthers-Remix, der aus in Echtzeit verfassten Statusmeldungen und den Kommentaren eines "Wilhelm Wertherfreund" besteht.
Kommentare anderer und eine Änderung des Handlungsverlaufes waren dabei unerwünscht - ein dem Stoff Goethes getreuer, Goethe selbst wohl ungetreuer, anti-innovatorischer Zugang. Am innovativsten an meinem Projekt ist Werthers Selbstmord: Er läuft in ein streng bewachtes Regierungsgelände in Peking und wird wie erhofft von den Maschinenpistolen chinesischer Wachleute zerfetzt.
Severin Werther kam v o r dem Projekt "Zwirbler", das damit nicht mehr der "erste Facebook-Roman" ist. Womit ich nicht behaupten will, meiner sei der erste gewesen; "Facebook-Romane" hat es wohl schon Viele gegeben, es wird auch hier eine Entwicklung von zunächst banalen, ontischen, fragmentarischen Äußerungen hin zu ersten r a f f i n i e r t e n Werken zu beobachten sein.
Dies nur zur Information, falls in der APA einmal jemand, apart from pasting PR texts, eine größere Geschichte zu diesem Thema schreiben möchte.
Mit freundlichen Grüßen,
(...)
Ich weise darauf hin, dass i c h im Herbst 2009 einen "Facebook-Roman" auf dem Profil des "Severin Werther" veröffentlicht habe. Es ist ein Leiden-des-jungen-Werthers-Remix, der aus in Echtzeit verfassten Statusmeldungen und den Kommentaren eines "Wilhelm Wertherfreund" besteht.
Kommentare anderer und eine Änderung des Handlungsverlaufes waren dabei unerwünscht - ein dem Stoff Goethes getreuer, Goethe selbst wohl ungetreuer, anti-innovatorischer Zugang. Am innovativsten an meinem Projekt ist Werthers Selbstmord: Er läuft in ein streng bewachtes Regierungsgelände in Peking und wird wie erhofft von den Maschinenpistolen chinesischer Wachleute zerfetzt.
Severin Werther kam v o r dem Projekt "Zwirbler", das damit nicht mehr der "erste Facebook-Roman" ist. Womit ich nicht behaupten will, meiner sei der erste gewesen; "Facebook-Romane" hat es wohl schon Viele gegeben, es wird auch hier eine Entwicklung von zunächst banalen, ontischen, fragmentarischen Äußerungen hin zu ersten r a f f i n i e r t e n Werken zu beobachten sein.
Dies nur zur Information, falls in der APA einmal jemand, apart from pasting PR texts, eine größere Geschichte zu diesem Thema schreiben möchte.
Mit freundlichen Grüßen,
(...)
26.04.2010
Wien die Pseudometropole
Muss man Wien immer als Stadt der Hochhäuser darstellen?
Nein. Aber anscheinend wird alles Wienerische so von der Sisi-Werbung beansprucht, dass nur die paar Türme als Möglichkeit zur Differenzierung übrigbleiben. Schönbrunn auf der einen, Skyscraper auf der anderen Seite. (Und bitte diese beiden Seiten nicht auf Ein Bild --> Link Krone Schönbrunnweltkulturerbe-Wolkenkratzer.)
Die Stadt propagiert ja ihre Donaucity. Die Stadtwerke folgen der Stadtpropaganda und propagieren den Stadtstrom ebenfalls mit der Donaucity. Und, Stein meines Anstoßes, zum Überlaufen meines Fasses bringender Tropfen Wienerischer Urbanitätsparanoia: Auf dem Plakat für die heurigen Wiener Festwochen sogar eine Metropolis: man folge dem Link. [http://www.telesubjektiv.at/documentation/wfw/slideshow_9.html?1 aber am besten selber Foto machen]
Mit solchen Bildern der Urbanität können sich Linkswanzen dann anfreunden, und die Stadt, Stadtwerke und Stadtkultur muss von den öffentlichkeitsmächtigen Linkswanzen keine Kritik fürchten.
Aber warum muss das so sein? Offensichtlich findet der Wiener nur ein idealisiertes Bild seiner Stadt gut. Auf seinen Werbeplakaten nähert sich das »Image« Wiens jenem der großen Citys. Es ähnelt, auf dem Bild, der Coolmetropole NYC: »Endlich sind auch wir so cool! Auch wir leben in einer Metropole!«
»Sind« wir das? »Ist« Wien Wolkenkratzerstadt? Natürlich nicht. Ein Bericht des Urbanismusjournalisten Joseph Gepp in der Stadtzeitung belegt das.
Mit dem »wahren« Stadtbild hat das aber nichts zu tun. »Wahr« – bevor wer fragt, ob man ständig »wahr« sagen muss, setze ich es in Anführungszeichen – heißt: geh doch spazieren in Wien. Oder, für Linkswanzen gesagt: Mein Lieber, flaniere. – Und du wirst Straßenschluchten in der Höhe von vier bis sechs Stockwerken durchmessen. (Welche Höhe übrigens jemand als ideal bezeichnet hat – worauf man also stolz sein könnte: auf eine in der Tat ideale Stadt, sogar dort noch, wo in der Höhe dieser vier bis sechs Stockwerke sozialistische sieben bis neun Stockwerke untergebracht sind.)
Aber um ein MODERNES (why must one always...) Bild von Wien zu erzeugen – hier im wörtlichen wie im Imagesinn – fehlt es hier an Ideen. Oder es wurde beim Pitch die falsche Idee ausgewählt. Oder man wählte diese, weil man eben so begeistert war, in die Falle fiel, sich eben ein idealisiertes Bild vorgaukeln ließ.
So wird in Wien nicht an einer »eigenen« »Moderne« (oder »Postmoderne« oder »Postpostmoderne«) gearbeitet, sondern daran, sich an anderswo durchgesetzten Moderne anzuschließen, andere Moderne nachzuahmen. In Wien ist man nicht modern, sondern moderngläubig oder modernreligiös, modernmissioniert – oder wie man es nennen könnte.
01.04.2010
Chinesisches Radfahren (IV)
25.03.2010
24.03.2010
23.03.2010
Chinesisches Radfahren (I)
Start einer Fotoserie. Mitten auf einer von Autos wimmelnden Kreuzung in Xi'An fand ich im Juli 2008 das wunderbar andere China, das einzelne westliche Intellektuelle – z.B. Herbert Müller-Guttenbrunn, Georg Kreisler – lange beschworen und das seit dreißig Jahren zu verschwinden zu drohen scheint.
Von vorbeizischenden Elektroradfahrern und unglücklichen Rasern schied ich das, was ich »chinesische Radfahrer« nenne: die Künstler der besonnenen Fortbewegung – die erhabensten Schlenderer! Sie strahlen Gemächlichkeit aus... eine andere Praxis des Radfahrens als jene von Wettbewerb und Körperschindung geprägte »westliche«.
Bild 1 zeigt einen nicht gerade entspannt schauenden Radfahrer. Er grübelt vielleicht; vielleicht ist er dumm und kann nicht anders schauen. Vielleicht ist das Radfahren anstrengend – es sei ihm zugestanden, denn die Kreuzung ist höllisch – der unbefahrene Asphalt rings um das Rad täuscht – Busse und Taxis warten vor den Ampeln darauf, losrasen zu dürfen. Sobald das Kreuzungsrund freigegeben ist, steht der Mann in Dauerbeschuss. Nicht, dass Lebensgefahr bestünde; die motorisierten Verkehrsteilnehmer sind aufmerksam genug. Aber der Radler hat sich in den Fluss der Motorisierung einzuordnen. Konzentration ist gefordert, ein Ausweg aus der Kreuzung wird anvisiert; eine kaum merkbare Erhöhung des Tempos; eine insgeheime Unzufriedenheit mit dem kleinen Vehikel, dem Ballast; Anstrengung – und alle Anstrengung konzentriert sich im Mann.
Aber die Frau! Die paradoxe Rettung des chinesischen Radfahrens! Sie sitzt wie eine Prinzessin auf dem Träger; mühelos schweben ihre Füße, ihre Stöckelschuhe über dem Asphalt; ein Arm ist zart, lose um den schlanken Bauch gelegt. Sich auf einem Rad durch die Gegend fahren lassen – wo sieht man das »bei uns« noch! Das Bedenken der idealen Position beiseite lassen, nicht plump rittlings aufsitzen, sondern elegant im »Damensitz«... sich dabei die Anstrengung des Beinehochhaltens nicht anmerken zu lassen, oder sogar nicht einmal zu spüren... wie bezaubernd!
Von vorbeizischenden Elektroradfahrern und unglücklichen Rasern schied ich das, was ich »chinesische Radfahrer« nenne: die Künstler der besonnenen Fortbewegung – die erhabensten Schlenderer! Sie strahlen Gemächlichkeit aus... eine andere Praxis des Radfahrens als jene von Wettbewerb und Körperschindung geprägte »westliche«.
Bild 1 zeigt einen nicht gerade entspannt schauenden Radfahrer. Er grübelt vielleicht; vielleicht ist er dumm und kann nicht anders schauen. Vielleicht ist das Radfahren anstrengend – es sei ihm zugestanden, denn die Kreuzung ist höllisch – der unbefahrene Asphalt rings um das Rad täuscht – Busse und Taxis warten vor den Ampeln darauf, losrasen zu dürfen. Sobald das Kreuzungsrund freigegeben ist, steht der Mann in Dauerbeschuss. Nicht, dass Lebensgefahr bestünde; die motorisierten Verkehrsteilnehmer sind aufmerksam genug. Aber der Radler hat sich in den Fluss der Motorisierung einzuordnen. Konzentration ist gefordert, ein Ausweg aus der Kreuzung wird anvisiert; eine kaum merkbare Erhöhung des Tempos; eine insgeheime Unzufriedenheit mit dem kleinen Vehikel, dem Ballast; Anstrengung – und alle Anstrengung konzentriert sich im Mann.
Aber die Frau! Die paradoxe Rettung des chinesischen Radfahrens! Sie sitzt wie eine Prinzessin auf dem Träger; mühelos schweben ihre Füße, ihre Stöckelschuhe über dem Asphalt; ein Arm ist zart, lose um den schlanken Bauch gelegt. Sich auf einem Rad durch die Gegend fahren lassen – wo sieht man das »bei uns« noch! Das Bedenken der idealen Position beiseite lassen, nicht plump rittlings aufsitzen, sondern elegant im »Damensitz«... sich dabei die Anstrengung des Beinehochhaltens nicht anmerken zu lassen, oder sogar nicht einmal zu spüren... wie bezaubernd!
12.03.2010
Beitrag für Wettbewerb schlechter Geschichten
Ein Autorenverein in Hamburg sucht die schlechteste Geschichte der Welt. Hier meine Einsendung, entstanden im August 2009:
Wir alle haben unter unseren alten Bekannten jemanden, der vielleicht nicht unser Freund war, den wir aber schätzten und für immer in wohlwollender Erinnerung behalten. Ich traf auf so einen verehrten Menschen, als ich vor ein paar Monaten, im Supermarkt, eine Jause kaufte. Er stand »plötzlich« vor mir an der Kasse, und ich war darüber so erfreut, dass ich ihn grüßte und ihm die Hand drückte, als wären wir früher eng miteinander verbunden gewesen. Er war überrascht von der Überschwenglichkeit, aber nicht peinlich berührt. Er merkte, wohl unbewusst, dass in meiner Begrüßung die Hoffnung lag, mit ihm, nach vielen Jahren, ein längeres Gespräch führen zu können, und war selbst nicht abgeneigt. Er schlug vor, nach Art von alten Bekannten, sich am Abend auf ein Bier zu treffen. Jetzt müsse er etwas erledigen, und morgen reise er wieder aus der Stadt ab.
Ich sollte am Abend an einem Empfang von Geschäftsleuten teilnehmen und schlug dem Mann »unverwandt« vor, dass auch er dorthin kommen solle. Momentan sah ich an seinem Anzug, seinem Hemd und an guten Lederschuhen, dass er sogar ohne Garderobenwechsel erscheinen werden könne, und zudem unterstellte ich ihm »insgeheim«, aufgrund des unbegründeten Wohlwollens, das ich für ihn hegte, dass er nichts anderes als eben ein tüchtiger Geschäftsmann, und eine Bereicherung der Abendgesellschaft sein könnte.
Er bestätigte meinen Glauben, indem er zufrieden meine Einladung annahm und sich für den Abend empfahl. Und so bezahlte ich »vergnügt« meine Jause, suchte mein Büro auf, und später das Hotel, in dem der Empfang stattfand.
Ich wartete, unter Händeschütteln, Smalltalk und Aperitivs, auf meinen Bekannten, und meine Freude blühte frisch und wie beim ersten Mal auf, als er, nach einer Stunde, den Festsaal betrat. Er hatte sich umgezogen, trug einen anderen, einfachen Anzug, und meine Hoffnungen erfüllten sich. Die Leute für sich gewinnend, stellte er sich schwungvoll und sympathisch vor, erzählte von seinem Geschäft, horchte auf ihre Berichte, und grub, nach seinem Verhältnis zu mir befragt, einige hübsche Erinnerungen aus, die nicht einmal ich mehr wusste, und die er sehr ergreifend schilderte. »Es entstand der Eindruck, als wären wir die besten Freunde, und indem dies geschah, fühlte ich mich, als sei es immer so gewesen.«
Gegen Mitternacht, da es ein großer Empfang war, lief überall noch die beste Unterhaltung, und es stießen weitere Gäste dazu. Endlich wurde der Kanzler gemeldet, der sein Kommen versichert, aber lange darauf warten hatte lassen. Natürlich kam es auf ihn nicht an, und so fiel der Eintritt des Regierungschefs, an der Hand seiner Gattin, und nicht einmal umschattet von Leibwächtern, kaum auf, und fügte sich in das belebte Kommen und Gehen.
Doch mein Bekannter unterbrach, als er den Kanzler erblickte, sein Reden, und folgte mit einem kalten Blick, der wie Frost auf sein Gesicht trat, dem ankommenden, fröhlich grinsenden höchsten Politiker. Nach zwei Sekunden blieb der Blick gleich wie der Kanzler, der sich zu einem Gespräch einließ, stehen, und mein Bekannter, wie ein Adler, der eine stillhaltende Beute fixiert, platzte los. Er stach geradewegs durch die Menge, die sich, teils gestoßen, teils vorsichtig und frappiert ausweichend, aus seiner Bahn spalierte, und begann auf halbem Wege, mit bebender Stimme, die Worte an den Kanzler zu rufen: »Steuern runter!«
Der Kanzler war dabei, seinem Smalltalkpartner die Hände zu schütteln, umzudrehen, und die nächste Begegnung, in der anderen Richtung, wo noch kein Aufhebens gemacht worden war, anzustreben, da ertönte wieder fürchterlich: »Steuern runter!«, und er wandte sich in die alte Richtung, sich erkundigend, »bitte was?«, als mein Bekannter, bloß noch drei Meter vor ihm, ein drittes Mal in erschreckender Aufwallung schrie, »Steuern runter!«, und noch einmal: »Sofort die Steuern runter!« Der Kanzler atmete kurz auf, da er seinen Leibwächter, der unbemerkt nachgekommen war, als Schutzschild, zwischen ihm und dem Aggressor stehend, erblickte, und setzte ein kalmierendes Lächeln auf, und legte sich einen Satz zurecht wie, »wir sind in einer Demokratie, da geht das leider nicht so sch...«, als, mit Urgewalt, mein Bekannter wie durch Papier stürzend den stark beleibten Leibwächter umhaute und mit den Händen den Hals des Kanzlers fasste, zudrückte, ihn zu Boden stieß, sich über ihm aufrichtete, weiter würgend, kräftig drückend, und dabei ohne Pause rief: »Steuern runter! Steuern runter! Steuern runter!«
Aus dem Zwischenfall wurde ein Aufruhr. Die Gäste versammelten sich schockiert um den Platz des Kampfes, wo hilflos der Kanzler ermordet wurde, peinigende Gurgelgeräusche von sich gebend, wo die Gattin des Kanzlers ohnmächtig umfiel, wo der Leibwächter, und noch vier andere Männer, kraftlos und erfolglos von hinten und von der Seite die angreifende Bestie in Zaum zu bekommen suchten. Polizisten rannten herein, »mit den verdammten Steuern runter!« von weitem hörend, und schlossen sich der machtlosen vielköpfigen Rettungsaktion an, aber ohne Chance.
Es dauerte lange; schon viele hatten schwarz gesehen. Mit Elektroschocks wurde mein Bekannter gezähmt, und mit Elektroschocks wurde der Organismus des Kanzlers wieder hochgefahren. Sein Hals war Wochen rot.
Ich besuchte meinen Bekannten nicht im Gefängnis. Die an jenem Abend Wirklichkeit werdende Freundschaft »kam mir nur mehr wie ein Traum vor«, so existent oder inexistent, so verschwunden und nur momentelang hoffnungsvoll imaginiert wie in den Jahren zuvor. Die Sehnsucht war weg, ihn kennen zu lernen; ein einziger Eindruck hatte sich in mein Gedächtnis gebrannt, der Angriff, sein furchtbarer Würgegriff, das »erbarmungslose« Geschrei.
Es gab aber auch welche, die versuchten, der Szene einen positiven Sinn zu geben. Ein alter Steinmetz, der in seiner Jugend eine Bildhauerlehre gemacht hatte und das Handwerk noch bis zur Kunst beherrschte, meißelte den Tobenden, der den Kanzler auf den Boden hinuntergedrückt hielt, in Granit; in einen Sockel meißelte er, was ihm ein befreundeter Zimmermann empfohlen hatte:
Der Staat stiehlt ihr das Geld,
sie ist nicht mehr recht munter;
mit Wirtschaft stirbt die Welt,
drum fordert: Steuern runter!
09.03.2010
Friedensbrücke teilweise zerstören
Sie wird umgebaut. Auf der Südseite ist bereits ein neues Geländer angebracht. Das Geländer ist zu hoch. Es stiehlt Sicht. Man kann nicht ordentlich auf den Donaukanal schauen.
Ich habe ein Video von der unbescheidenen Spielerei gedreht und mit einem Brücken zum Einstürzen bringenden Kommentar versehen.
Ich habe ein Video von der unbescheidenen Spielerei gedreht und mit einem Brücken zum Einstürzen bringenden Kommentar versehen.
03.03.2010
Naomi Campbell einsperren
Sie hat schon wieder wen verprügelt, und niemand sperrt diese widerliche Gewalttäterin ein. Das finde ich nicht gut, da frustrierte, aggressive Frauen in der ganzen Welt sich Naomi indirekt zum Vorbild nehmen; ihre eigenen Gewalttaten legitimieren; sich einbilden, sie dürfen, weil sie wie Naomi einzigartig und eine starke Frau seien, bei Lust und Laune einfach losdreschen.
Wenn das so weitergeht, sind wir – die nicht immer gleich, oder sogar nie, oder zumindest gegen das stärker werdende Geschlecht nie die Faust einsetzen – in der ganzen westlichen Welt einem ganz schön großen Pöbel von Aggroweibers ausgesetzt. Die schlagen, weil sie sich nicht beherrschen können. Die sich nicht beherrschen, weil sie schlagen dürfen. Die schlagen dürfen, weil sie »mit einem blauen Auge davonkommen«. Weil ja eine schlagende Frau akzeptiert werden muss, und weil es ja nicht so schlimm sein kann, so ein Weiberwatscherl. Weil man ist Chauvinist und lässt sich vom schwachen Geschlecht nicht herausfordern!
Falsch! »Mit einem blauen Auge davonkommen« hieße idealerweise, dass man sich im Fall Naomi Campbell, z.B. als ihr Chauffeur, ihre Wut nicht gefallen lässt; einmal auf Deeskalationsverhalten verzichtet; – und zurückschlägt. Ihr ein blaues Auge verpasst. Nicht die andere Wange hinhält; nicht den Psychosprech anwendet (»Nein! Ich will das nicht! That hurts atrociously, my dear fellow!«). Die Fortsetzung des Neins mit effektiveren Mitteln.
Aber hier werde ich kleinlaut wie ein Kronen Zeitung-Kolumnist, der zusehen muss, wie seine aufflammende Gegenaggression vom Sturm guter Menschen erstickt wird. Denn was bringt es, Naomi zu schlagen? Man wird zum Buhmann. Oder man wird von Naomi umgebracht: die haut doch glatt wieder zurück, oder knallt dich mit einer Buffen ab.
Ich schlage den Opfern und den klugen Staatsanwälten (Strafrecht!) dieser Welt vor, Naomi Campbell zu verklagen. Kein Schmerzensgeld. Kein Vergleich. In den Knast mit der Furie! Das wäre für alle Opfer plötzlicher Frauengewalt eine Genugtuung, und für alle anderen Aggroweiber wäre es eine Warnung.
Wenn das so weitergeht, sind wir – die nicht immer gleich, oder sogar nie, oder zumindest gegen das stärker werdende Geschlecht nie die Faust einsetzen – in der ganzen westlichen Welt einem ganz schön großen Pöbel von Aggroweibers ausgesetzt. Die schlagen, weil sie sich nicht beherrschen können. Die sich nicht beherrschen, weil sie schlagen dürfen. Die schlagen dürfen, weil sie »mit einem blauen Auge davonkommen«. Weil ja eine schlagende Frau akzeptiert werden muss, und weil es ja nicht so schlimm sein kann, so ein Weiberwatscherl. Weil man ist Chauvinist und lässt sich vom schwachen Geschlecht nicht herausfordern!
Falsch! »Mit einem blauen Auge davonkommen« hieße idealerweise, dass man sich im Fall Naomi Campbell, z.B. als ihr Chauffeur, ihre Wut nicht gefallen lässt; einmal auf Deeskalationsverhalten verzichtet; – und zurückschlägt. Ihr ein blaues Auge verpasst. Nicht die andere Wange hinhält; nicht den Psychosprech anwendet (»Nein! Ich will das nicht! That hurts atrociously, my dear fellow!«). Die Fortsetzung des Neins mit effektiveren Mitteln.
Aber hier werde ich kleinlaut wie ein Kronen Zeitung-Kolumnist, der zusehen muss, wie seine aufflammende Gegenaggression vom Sturm guter Menschen erstickt wird. Denn was bringt es, Naomi zu schlagen? Man wird zum Buhmann. Oder man wird von Naomi umgebracht: die haut doch glatt wieder zurück, oder knallt dich mit einer Buffen ab.
Ich schlage den Opfern und den klugen Staatsanwälten (Strafrecht!) dieser Welt vor, Naomi Campbell zu verklagen. Kein Schmerzensgeld. Kein Vergleich. In den Knast mit der Furie! Das wäre für alle Opfer plötzlicher Frauengewalt eine Genugtuung, und für alle anderen Aggroweiber wäre es eine Warnung.
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