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11.10.2019
Notiz vom 3.10.2019
niko kern hat eine interessante melange in seinem ton aus den stimmen hc straches, max lerchers, und seines vaters
01.02.2015
Beispiel einer schlechten Zeitung
Dieser Text ist kein musikologischer Beitrag
über meine geliebte Band Maximo Park, sondern ein Zivilbeitrag, ein
Cyberdokument gegen einen vertrottelten Redakteur der wahrscheinlich generell
vertrottelten deutschen Zeitung »Die Welt«, hier in meinem Blog hinterlegt da
die Kommentierungszeit auf der Website abgelaufen ist.
Da
lebe ich in dem Glauben, jedes Lied der Band Maximo Park sei gut. Suche wieder
einmal nach einer musikologischen Untersuchung ihrer Musik. Und gelange zu
dieser Rezension der Tageszeitung »Die Welt«. Redeskription derselben: Es gibt nur Ein [gutes] Lied von dieser Band. Maximo Parks Sänger
Paul Smith ist zu geschwätzig, schwuchtelig (#ÜberspitzterIntellektualismus), zu
einfallslos und ein jämmerlicher Kulturkritiker so wie Günter Grass.
Der
Autor heißt Frèdêrick Schwillden und liefert neben seinen Bemerkungen ein Relativsatz-»Dass«,
ein zweites falsch eingetipptes Wort (»Schreißdreck«) und ein drittes falsch
eingetipptes Wort, den neben dem falsch geschriebenen Vornamen Brechts zweiten
Klassiker der falschen Vornamenschreibung, »Günther« Grass.
Anstatt
also meine Liebe zu Maximo Park zu bedenken –
Welches wäre das E i n e L i e d Maximo Parks, das ich wählte, landete ich auf
einer einsamen Insel und hätte auf meinem intakten Handy nur noch 1% Akkustrom zur
Verfügung?
–
anstatt irgendeines der Urteile Frèdêricks ernstzunehmen, denke ich mir eigentlich
nur, dass ein ziemlicher Trottelhaufen dort in den Redaktionsräumlichkeiten der »Welt« sitzt, der so eine Kritik jahrelang unkorrigiert im Cyberspace stehen
lässt.
Kein Geld für »corrections and amplifications« bei Axel Springer.
13.10.2014
Verkniffener Tweet
vielleicht würdmir #elitepartner mehr
spaß machen, wenn die damen ihre fotos scharf und schwarz weiß postalisch
schickten
So hatte sogar meine unansehnliche jugendliche Oma was hergemacht.
Das ist mein zweiter Post dieser Art und ermöglicht die Einführung einer neuen Rubrik: verschwiegen, gepostet
25.08.2010
Was ich gerne gepostet hätte
Ich möchte einen Menschen mit Kommentierprokrastination kennen lernen. Das wäre ein "Seelenverwandter"... einer, der gerne posten würde - aber zu grübeln beginnt... und es nicht tut! Bei mir fing es heute gleich deftig an:
Zuerst leikte ich das Foto eines Albumcovers, um damit an einem Gewinnspiel von Theyshootmusic teilzunehmen. Eine Hand hält auf dem Foto das Album in die Höhe; der klammernde Daumen wölbt sich, wie meiner es nicht kann und wie ich es schon in der Volksschulzeit an Kameraden und Mädchen sah und beneidete. Natürlich will ich jetzt posten: "Beautiful thumb. I like!" Denn ich würde ja auch Ironie mit diesem Post generieren; "i like" heißt auf Ikonisch: [thumb up]. Ich liebe es, wenn die Menschenideen und -produkte -- d.h. der körperliche Daumen, seine ästhetische indie-style Abbildung, seine Placierung neben dem ikonischen Facebook thumb -- so nah beieinander sind, dass es funkt im Hirn! -- Aber ich trau mich nicht kommentieren!
Dann lese ich den Post einer Bekannten, Klara*, die ein Haus renoviert hat und sich nun der Vollendung, [d.h. aber immer: dem Anfangsstadium der Wahlverwandtschaften-Erlebnisstruktur des Menschen!] nähert:
"...Erlebt gerade ein neues Wohngefühl mit Klotüren und so... :-)"
O wie viel mir dazu einfällt! Gerne hätte ich geschrieben:
"Ich lasss immer offen, wenn ich alleine bin, weil ich dann hinaus in die Küche sehen kann. Der mich umgebende Raum weitet sich aus, der Blick des auf dem Abort Sitzenden, traditionell ein neugieriger Explorer, bekommt ein noch größeres Angebot an zu Schauendem, zu Bewertendem, zu entdeckendem Kleinen geboten. Geiles Wohngefühl halt ;)"
Aber wie wird dieser "Kommentar von einem anderen Stern" ankommen?
Dann das:
"hat gott auf mich geschissen oder warum lass ich dich gehen. Ich liebe sie so sehr. Ich will nicht das sie weg geht von mir ; ( ; ( ; ("
Wie er die Smileys tanzen lässt! Wie er die Verzerrungen, das Zucken seines Schmerzengesichtes in Buchstaben setzt! Ich möchte ihm gratulieren, ganz simpel - mit einem "I like". Aber das altbekannte Problem tut sich auf: Mag man den auf die Wirklichkeit verweisenden "Tatbestand" ["Inhalt"!] der Meldung oder die Meldung als Literatur, oder die Meldung als Lebenszeichen ("Ich mag, dass du jetzt gerade über dein Handy diese Meldung verfasst.")
Auf der "Zeit im Bild"-page in Facebook streiten die armen User sich bei jeder Unglücksmeldung darüber. Diejenigen, die Babymorde und Flugzeugabstürze leiken, werden zerfleischt. Aber auch diejenigen, die das Leiken erklären (z.B. leikt man, um die Debatte zu verfolgen), werden zerfleischt!
Das "Philosophische", das Konstruierte, Überlegte, nicht-ontische, es wird gehasst. Es sind die einzigen "peinlichen Einträge".
Lieber Kommentare nicht auf Facebook posten, sondern hier zusammentragen, an diesem verborgenen Ort. Verborgenes Feuer!
* Anfangsbuchstabe wurde vom Autor geändert
Zuerst leikte ich das Foto eines Albumcovers, um damit an einem Gewinnspiel von Theyshootmusic teilzunehmen. Eine Hand hält auf dem Foto das Album in die Höhe; der klammernde Daumen wölbt sich, wie meiner es nicht kann und wie ich es schon in der Volksschulzeit an Kameraden und Mädchen sah und beneidete. Natürlich will ich jetzt posten: "Beautiful thumb. I like!" Denn ich würde ja auch Ironie mit diesem Post generieren; "i like" heißt auf Ikonisch: [thumb up]. Ich liebe es, wenn die Menschenideen und -produkte -- d.h. der körperliche Daumen, seine ästhetische indie-style Abbildung, seine Placierung neben dem ikonischen Facebook thumb -- so nah beieinander sind, dass es funkt im Hirn! -- Aber ich trau mich nicht kommentieren!
Dann lese ich den Post einer Bekannten, Klara*, die ein Haus renoviert hat und sich nun der Vollendung, [d.h. aber immer: dem Anfangsstadium der Wahlverwandtschaften-Erlebnisstruktur des Menschen!] nähert:
"...Erlebt gerade ein neues Wohngefühl mit Klotüren und so... :-)"
O wie viel mir dazu einfällt! Gerne hätte ich geschrieben:
"Ich lasss immer offen, wenn ich alleine bin, weil ich dann hinaus in die Küche sehen kann. Der mich umgebende Raum weitet sich aus, der Blick des auf dem Abort Sitzenden, traditionell ein neugieriger Explorer, bekommt ein noch größeres Angebot an zu Schauendem, zu Bewertendem, zu entdeckendem Kleinen geboten. Geiles Wohngefühl halt ;)"
Aber wie wird dieser "Kommentar von einem anderen Stern" ankommen?
Dann das:
"hat gott auf mich geschissen oder warum lass ich dich gehen. Ich liebe sie so sehr. Ich will nicht das sie weg geht von mir ; ( ; ( ; ("
Wie er die Smileys tanzen lässt! Wie er die Verzerrungen, das Zucken seines Schmerzengesichtes in Buchstaben setzt! Ich möchte ihm gratulieren, ganz simpel - mit einem "I like". Aber das altbekannte Problem tut sich auf: Mag man den auf die Wirklichkeit verweisenden "Tatbestand" ["Inhalt"!] der Meldung oder die Meldung als Literatur, oder die Meldung als Lebenszeichen ("Ich mag, dass du jetzt gerade über dein Handy diese Meldung verfasst.")
Auf der "Zeit im Bild"-page in Facebook streiten die armen User sich bei jeder Unglücksmeldung darüber. Diejenigen, die Babymorde und Flugzeugabstürze leiken, werden zerfleischt. Aber auch diejenigen, die das Leiken erklären (z.B. leikt man, um die Debatte zu verfolgen), werden zerfleischt!
Das "Philosophische", das Konstruierte, Überlegte, nicht-ontische, es wird gehasst. Es sind die einzigen "peinlichen Einträge".
Lieber Kommentare nicht auf Facebook posten, sondern hier zusammentragen, an diesem verborgenen Ort. Verborgenes Feuer!
* Anfangsbuchstabe wurde vom Autor geändert
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