13.02.2010

McCafé verbieten

Weil mies. Keine Steckdosen für meinen lahmen Macakku (= nicht die Einzahl der Affen, sondern das Ding mit Strom). Keine Garderobe. Oder zumindest irgendwelche Haken an den (»aalglatten«, könnte man sehr wortgewandt sagen) orangen Säulen. Und am Klo die Pissbecken so tief unten, dass man sich wundert, wie lang der österreichische Schwanz ist – und sich wegen seines eigenen »Zumpferls« »geniert«. Und dann noch die neuen Händetrockner vom Chauvinistenstaubsaugerhersteller Dyson. Haben mir eine Zeit lang gefallen. Aber da waren irgendwelche braunen Rückstände. Da fiel mir gleich eine Idee für eine Kurzgeschichte ein: Steckt wer seine Hände, lässt sich das Wasser absaugen, auf einmal schießen braune Brocken aus dem Saugraum. Herrliche Geschichte; erfrischende Variation des Themas »altes Auto, unidentifizierbarer Dreck aus Frontlüftung dringt auf der Autobahn in die Fahrerkabine«. – Aber in der Wirklichkeit mies, grindig, eklig, you name it.
– Bin stolz auf meinen ersten »spontanen«, blog-haften Eintrag. »McCafé verbieten« deswegen Titel, weil ich ja »Ironist without being Liberal« bin – fordere eine wahnwitzige Anti-Hausverstand-Gesetzgebung. Na und das tue ich nun – dieser verschissene (mein neues Lieblingswort!) McCafé gehört per legem (sagt man das so?) oder qua lege (das geht bestimmt!) zugeschissen.
(Das letzte Wort kommt von »Neunkirchen gehört zugeschissen!«, ein Eifersuchtsfetisch einiger junger Bewohner konkurrierender Kleinstädte dieses Bezirks in Niederösterreich.)