Erstmals zu diesem Thema niedergeschriebene Gedanken siehe hier.
Jeden Tag höre ich Sätze mit doppelter Subjektnennung aus dem Mund eines ORF-Angestellten sprudeln (manchmal wahrscheinlich sind es nur Freie Mitarbeiter des ORF, die aber ebenso gut diese Technik beherrschen. Sie müssen wirklich endlich alle angestellt werden.)
Heute schrieb ich wieder eimal frohgemut einen auf!
»Unsere Schistars die sind auf alles vorbereitet.« (Kein Beistrich gewollt)
Dieser Satz! den hat der Adi Niederkorn gesprochen. Armin Wolf der hätte ihn aber auch sagen können. Alle ORFler, sie reden alle so. Diese Leute sie setzen nicht einmal mehr eine Pause zwischen Nennung des Subjekts und dessen Wiederholung. Die kennen kein Salzen; da sticht man rein, dann wird es warm und geht auf. Mikrowellenfressen.
Egal, welcher ORF-Reporter das Maul aufreißt, sie haben diese nervende Art, das Subjekt, von dem sie gerade sprechen, ein zweites Mal anzugeben –
1. wohl um rhetorisch begabt zu wirken, Dramatik in den Text zu bringen (was aber in obigem Beispiel erfordert hätte, dass Niederkorn eine Pause macht; hat er aber nicht; daher meine Niederschrift ohne Beistrich. Eigentlich macht keiner mehr diese Pause [A la »Mon amie, elle a....«]. Es ist ein dummer Selbstläufer geworden).
2. oder die scheinbar dummen ORF-Seher und -Hörer müssen daran erinnert werden, von welchem Subjekt vor zwei Sekunden, von welchem Subjekt gerade die Rede war (vor zwei Sekunden).